Klaus-Peter Beer

Klaus-Peter Beer wurde 1947 in Ambach (Bayern) geboren, wo er bis zu seinem 19. Lebensjahr lebte. In dem kleinen Ort mit 30.000 Einwohnern konnte er seine Homosexualität nicht offen ausleben. Also beschloss er, sein Glück in einer größeren Stadt zu suchen. Klaus-Peter Beer zog nach Darmstadt und lebte später in Frankfurt, wo er als Taxi- und Busfahrer arbeitete.

Nach Amberg kehrte er regelmäßig zurück, um seine Eltern zu besuchen. Im September 1995 kam Klaus-Peter Beer wieder einmal nach Amberg. Seine Eltern waren erkrankt. Am 7. September traf er in einer Gastwirtschaft zwei junge Männer, mit denen er sich unterhielt und denen er später arglos nach draußen folgte. Beer wusste nicht, dass er es mit zwei extrem gefährlichen Neonazis zu tun hatte. Richard Lorenz und Dieter Müller hatten auf einer Skinhead-Veranstaltung angekündigt, einen Homosexuellen töten zu wollen. In einem Park verprügelten und traten sie Klaus-Peter Beer brutal zusammen und warfen den bewusstlosen Mann in einen Fluss, in dem er ertrank.

Richard Lorenz und Dieter Müller brüsteten sich auf rechtsradikalen Veranstaltungen mit der Tat. Es dauerte drei Jahre, bis die Täter wegen Totschlags zu acht und zwölf Jahren verurteilt wurden. Vor Gericht sagten die beiden aus, dass sie dem Opfer einen „Denkzettel verpassen wollten“. Eine Verbindung zum NSU-Terrornetzwerk wird von den Ermittlungsbehörden heute nicht mehr ausgeschlossen. In Ambach rang man lange um das Gedenken an Klaus-Peter Beer. Gedenktafeln wurden entwendet und eine offizielle Beteiligung an Gedenkveranstaltungen ließ Jahre auf sich warten.

Kurzbeschreibung VR/SchülerInnen

Von einem blau-violetten Sternenhimmel wird die Dämmerung im Park abgelöst. Durch die extremen Farben und die kontrastreichen Sterne wird eine irritierende Situation erzeugt – Beer wird im Park von stadtbekannten Neonazis ermordet.

Klaus-Peter Beer was born in Ambach (Bavaria) in 1947 and lived there until he turned nineteen. Unable to live openly as a homosexual in this small town of 30’000 inhabitants, he decided to try his luck in a larger place. Klaus-Peter Beer moved first to Darmstadt and then later to Frankfurt am Main, where he drove buses and taxis for a living.

He regularly returned to Amberg to visit his parents. September 1995 was one such occasion. His parents were sick at the time. On 7 September he met two young men in a bar, got into conversation, and unsuspectingly followed them outside. Beer had no idea that he had run into two extremely dangerous neo-Nazis. Richard Lorenz and Dieter Müller had earlier announced at a skinhead meeting that they wanted to kill a gay man. In a park they brutally hailed blows on Klaus-Peter Beer and kicked him about, before finally throwing him, unconscious, into a river. He drowned.

Richard Lorenz and Dieter Müller boasted of their deed at radical right-wing events. Three years passed before the perpetrators were sentenced for homicide to prison terms of between eight and twelve years. In court, each said they “had wanted to teach the victim a lesson.” The investigating authority no longer rules out their possible connection with the terrorist network “National Socialist Underground” (NSU). Commemoration of Klaus-Peter Beer has long remained a contentious issue in Ambach. Memorial plaques have been unlawfully removed and years went by before any town official attended a memorial event.

Short description VR/Students

Twilight in the park gives way to blue-violet skies strewn with stars. The vivid colors and the starkly contrasting stars give rise to an irritating setting – Beer is murdered in the park by known local neo-Nazis.